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 Ein Tag mit Ayurveda, leckere Rezepte für die Sommerzeit

Seit über zehn Jahren beschäftigt sich Martina Kobs-Metzger, die Verfasserin dieses Artikels, mit Ayurveda und Ayurveda-Küche.

Das „Wissen vom Leben“ aus Indien ist reich an Informationen und Erfahrungen, so dass immer wieder die Möglichkeit besteht Ernährungs- und Lebensgewohnheiten in Frage zu stellen und zu verfeinern - spannend und interessant.

Wie habe ich die „Wissenschaft vom langen und gesunden Leben“ in meinen Alltag bisher integrieren können ?

Tagesroutine
Nach dem Aufstehen startet mein Tag mit dem Zunge schaben. Mit dem Zungenschaber entfernen Sie Fäulnisbakterien, die sich über Nacht auf der Zunge gebildet haben. Das Geschmacksempfinden verbessert sich und gleichzeitig tun wir etwas für unser Körperfeuer.
Danach spüle ich den Mund aus, wasche das Gesicht, spüle die Augen unter kaltem Wasser und nehme ein paar Tropfen Ghee oder Nasenöl in die Nase. Ein wunderbares Gefühl. Der Atem kann frei fließen, der Kopf fühlt sich gut an.
Wenn die Nase stark verstopft ist oder wer zu Heuschnupfen etc. tendiert, sollte mit Hilfe von Jala Neti (Nasenreinigung aus dem Yoga ausführliche Info finden Sie in „Shatkarma – Die Geheimnisse der Yoga-Reinigung“, Windpferd-Verlag) eine stärkere Spülung vornehmen.
Im Anschluss daran trinke ich ein bis zwei Gläser heißes Wasser ohne Abzusetzen. Das hilft Darm und Niere zu spülen. Die Wirkung ist nicht gleich am ersten Tag wahrzunehmen. Je nach Typ brauchen Sie mehrere Tage bis Wochen bis der Körper sich umstellt. Wichtig bei jeder neuen Routine ist; sich und dem Körper Zeit zu geben und nicht gleich nach den ersten paar Malen aufzugeben. Oder haben Sie schon einmal erlebt, dass ein Küken schlüpft, gleich nach dem das Huhn ein Ei gelegt hat?

Frühstück
Nach der Morgenroutine wird gefrühstückt und danach kann die Arbeit beginnen.

Mittagessen
In der warmen Jahreszeit empfiehlt sich ein saftiges und leicht öliges bzw. fettiges Essen zu sich zu nehmen z.B. Zucchini-Tomaten-Gemüse provencale mit einem einfachen Reis, Mung-Dal und Minzchutney.

Joghurt-Minz-Chutney (4 Personen, Zubereitungszeit 10 - 15 Minuten)
Zutaten:
  • 1 Bund frische Minze
  • 1 TL frisch geriebener Ingwer
  • 1 kleine rote Peperoni
  • 2 TL Ahornsirup oder 1 TL Zucker
  • etwas Salz
  • ½ TL Bockshornkleesaat gemahlen
  • 2 Becher Joghurt (300 g)
Zubereitung: Minze klein hacken oder mit dem Pürierstab zerkleinern. Ingwer reiben, Peperoni klein schneiden und mit den restlichen Zutaten unter die Minze rühren. Mit dem Joghurt mischen und 30 Minuten durchziehen lassen.
Das Minz-Chutney ist genau wie das Kokoschutney ganz besonders im Sommer zu empfehlen. Es wirkt angenehm erfrischend und kühlend. Gleichzeitig unterstützt Minze die Verdauung.


Zucchini-Tomaten-Gemüse provencale (4 Personen, Zubereitungszeit 20 Minuten)
Zutaten:
  • 2 große oder 4 kleinere Zucchini
  • 2 Tomaten
  • 2 TL Ghee
  • 1 TL Curry
  • 2 gestrichene TL Kräuter der Provence
  • Steinsalz
Zubereitung: Zucchini waschen und in Würfel, Scheiben oder Streifen schneiden. Tomaten waschen und vierteln. Ghee in einem Topf auf niedriger Stufe erwärmen und mit den Gewürzen ein Fodni zubereiten. Tomaten im Gewürzsud weich köcheln.
Nach ca. 10 Minuten die Zucchini zufügen und weitere 10 Minuten auf niedriger Stufe weichdünsten.
Zucchini bringen dem Körper Weichheit, Feuchtigkeit und sind schnell zu zubereiten. Ein ideales Gemüse für alle drei Ayurveda-Typen.

Mung Dal (4 Personen, Zubereitungszeit ca. 30 Minuten)
Zutaten:
  • 1 Becher gelben Mung-Dal (Linsen)
  • 3-4 Becher Wasser
  • 2 Lorbeerblätter
  • ½ TL Kurkuma
  • 2 TL Ghee
  • 1 TL Senfsaat
  • 1 TL Fenchelsamen
  • 3 ganze Nelken
  • 2 cm einer frischen Ingwerwurzel, gerieben
  • 1 TL frisch zermörserten Koriandersamen
  • 1 TL Kala Nimak (schwarzes Steinsalz)
Zubereitung: Mungdal waschen, in einen Topf geben, Wasser hinzufügen und mit Lorbeerblättern und Kurkuma zum Kochen bringen. Wenn das Wasser kocht, die Platte herunter schalten und weiter köcheln lassen bis der Dal weich ist. Dauert ca. 20 – 30 Minuten.
In der Zwischenzeit Ghee auf niedriger Stufe erwärmen, Senfsaat und Fenchelsamen im Ghee bei geschlossenem Topf poppen lassen. Nelken, frisch geriebenen Ingwer und Koriandersamen hineingeben und Ingwer leicht anbräunen.
Mungdal mit dem Gewürzsud mischen, salzen und 5-10 Minuten durchziehen lassen.
Gelbe Mungbohnen sind von den Eigenschaften süß und kühlend, was hauptsächlich Pitta gut tut. Vata und Kapha helfen die Gewürze bei der Verdauung. Mungdal sind von allen Hülsenfrüchten die, die am leichtesten zu verdauen sind. Gleichzeitig spenden sie Kraft und Stärke.

Diese Menüzusammenstellung führt dem Körper genügend Feuchtigkeit und etwas Öligkeit zu, um die trockenen und heißen Temperaturen des Sommers auszugleichen. Die kühlenden Eigenschaften der Minze und des Mung-Dal helfen besser mit der Sommerhitze klar zu kommen. Denn je nach Typ sind stark erhitzende Gewürzen unzuträglich. Manche Menschen, kochen damit über wie ihr Dampfkessel zu Hause. Daher ist im Sommer wichtig Gewürze und Kräuter zu wählen, die den Körper angenehm kühlen und das Agni (Körperfeuer) ausgleichen wie z.B. Kreuzkümmel, Koriander, Kardamom, Kurkuma, Dill, Minze, Safran und Fenchel. Zusätzlich setze ich frischen Ingwer ein, der Agni (das Körperfeuer) unterstützt. Agni ist im Sommer in der Regel geschwächt, damit schützt sich unser System vor den erhitzenden Einflüssen der Jahreszeit. Damit Agni gut arbeitet sollten Sie zuviel Eis und eisgekühlte Getränke meiden. Statt dessen sind lauwarme Getränke mit kühlenden Kräutern zu bevorzugen. Pfefferminztee ist ein ideales Sommergetränk und schmeckt vor allem mit frischer Minze einfach klasse.
In arabischen Ländern und sehr heißen Regionen ist Minztee ein sehr gängiges Getränk oder Schwarztee mit Kardamom und Minze was übrigens sehr gut schmeckt. Je intensiver die Minze riecht, desto besser schmeckt der Tee. Sie brauchen nur wenige Blättchen mit kochendem Wasser übergießen und wenige Minuten ziehen lassen.


Abendessen
Zum Abendessen reichen eine lauwarme Suppe, gegrilltes Gemüse und etwas Vollkorntoast oder ein leichtes Brot mit z.B. Ruccolabutter (Rezept s. Ayurvedaküche – leicht und schnell) völlig aus. Auf Grund des schwächeren Agni haben viele Menschen sowieso nur wenig Hunger.

Ich freue mich wenn meine Erfahrungen mit Ayurveda Sie inspirieren die Rezepte nach zu kochen oder die eine oder andere Routine in Ihren Alltag zu integrieren. Denn der Ayurveda lebt durch Erfahrungen und Ihr eigenes Handeln und Tun.
Viel Freude beim Umsetzen und Handeln wünscht Ihnen Martina Kobs-Metzger.
Alle Gerichte und Rezepte wurden dem Buch der Artikelautorin: » Ayurvedaküche – leicht und schnell, erschienen im Pala-Verlag, entnommen.
Autorin: ©Martina Kobs-Metzger*
Ayurveda Ernährungs- und Gesundheitsberaterin sowie Buchautorin.

» www.ayurveda-kochen.de
 
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