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 Traditionelle Chinesische Medizin zur Behandlung von Allergien

Die Philosophie Traditioneller Chinesischer Medizin
Das Konzept von Yin und Yang hat wahrscheinlich jeder schon einmal gehört. Es ist am wirkungsvollsten in der Monade ausgedrückt, die aus einem Kreis besteht der in zwei geschwungene Hälften geteilt ist.

Der schwarze Teil repräsentiert das Yin, den kalten, dunklen, passiven, weichen, weiblichen Aspekt aller Erscheinungsformen. Der helle Teil stellt das Yang dar, den aktiven hellen, harten, männlichen Teil. Der kleine weiße Kreis im Yin und der kleine schwarze Kreis im Yang zeigen, daß das eine im anderen enthalten sein muß und die geschwungene Grenzlinie verdeutlicht das dynamische Zusammenspiel beider Pole. Ohne Nacht gibt es keinen Tag. Yin ernährt das Yang und Yang wärmt und bewegt das Yin.

Dies trifft auch für den menschlichen Organismus zu, der als Ganzes gesehen wird. Alle Organe stehen in Beziehung zueinander und die Lebensenergie „Qi“ fließt auf gedachten Energiebahnen, den sogenannten Meridianen, im ganzen Körper. Ein ungehindertes Fließen dieser Lebensenergie und das harmonische Verhältnis von Yin und Yang bedeutet Gesundheit.

Dieses Gleichgewicht wird erreicht durch eine gesunde Lebensweise, ein ausgeglichenes Verhältnis von Aktivität und Ruhe, und eine richtige Ernährung.

Ist es zu einer Disharmonie gekommen, so versucht der TCM-Therapeut durch Akupunktur, Kräuterarzneimittel und spezielle Ernährungsempfehlungen das biologische Gleichgewicht wiederherzustellen.

Begleitend kann auch Shiatsu eingesetzt werden, aber auch Qigong und Taijiquan unterstützen sehr sinnvoll die anderen Therapien.

Das gestörte Gleichgewicht bei allergischen Erkrankungen
Im Sinne der TCM wird der Grundstein für eine spätere allergische Erkrankung schon im frühen Kindesalter gelegt, dann nämlich wenn der Stoffwechsel des Babys bzw. des Kleinkindes durch falsche Ernährung geschwächt wird, d.h. die Kinder bekommen zu früh feste Nahrung zu essen, die industriell hergestellt und mit Aromastoffen, Stabilisatoren, Vitaminen u.ä. angereichert wird.

Damit wird der Stoffwechsel des Kindes, der sowieso noch nicht voll entwickelt ist, empfindlich geschwächt, was zu Infektanfälligkeit führen kann.

Die auftretenden Infektewerden wiederum klassisch mit Antibiotika bekämpft. Antibiotika, das sagt der Name, sind Stoffe, die gegen das Leben gerichtet sind. Sie unterscheiden nicht zwischen „gutem „und „schlechten“ Leben, sondern vernichten alle Keime ohne Unterschied.

Diesem Kampf fallen dann auch die physiologischen Keime im Darm zum Opfer und eröffnen damit pathologischen Darmkeimen, Hefe- und sonstigen Pilzen gute Wachstumschancen, weil die natürliche Darmflora vernichtet wurde. Wenn Stoffe davon ins Blut gelangen, bzw. wenn der Körper mit künstlichen Inhaltsstoffen von Nahrung konfrontiert wird, kann es zu Fehlreaktionen des Immunsystems kommen, die sich im Laufe der Zeit addieren und über kurz oder lang zu dem Ausbruch einer Allergie führen.

Die Therapie
Der Erfolg der Therapie hängt untrennbar mit einer einfachen, hypoallergenen Ernährung zusammen.

Milz und Magen sind nach dem Verständnis der chinesischen Medizin diejenigen Organe, die dafür sorgen, dass dem Körper genügend Energien zur Verfügung stehen, Blut und Muskeln gebildet werden, kurz, dass alle Inhaltsstoffe der Nahrung in körpereigene Energie umgewandelt werden kann. Milz und Magen wirken bildlich gesprochen wie die Nabe eines Rades, welches die Speichen des Rades zusammenhält und es diesem ermöglicht als solches zu funktionieren.

Sie sind jedoch auch die beiden Organe, die durch eine falsche Ernährung in ihrer Funktion geschwächt werden und sich ein Krankheitsprozess - siehe oben - in Gang setzen kann. So schwächen z.B. Feuchtigkeit und Kühle erzeugende Nahrungsmittel, wozu u.a. Zucker und Kuhmilchprodukte, aber auch Weizen, zählen, die Milz und sorgen somit dafür, dass Feuchtigkeit im Körper entsteht, die akkumuliert und zu feuchter Hitze führt, die sich an der Haut als Ekzem, wie wir es in der Neurodermitis sehen, manifestiert.

Das Ziel der Therapie besteht darin, diese Hitze zu kühlen, die Feuchtigkeit auszuleiten und die Milz und den Magen als Wurzel des Stoffwechsels zu stärken. Dies kann sowohl mit Akupunktur als auch mit chinesischer Kräuter-Therapie geschehen. Wenn jedoch die Ernährung dieses Ziel konterkariert, indem immer wieder die falschen hitze- und feuchtigkeitserzeugenden Nahrungsmittel zugeführt werden, so wird es schwer sein, die Wurzel der Erkrankung zu heilen.

Akupunktur gegen Allergien
Es gibt eine ganze Reihe von Akupunkturpunkten, die Hitze ausleiten und eine gute Wirkung, gerade auf die Hautkrankheiten haben. Unterstützt wird die Akupunkturbehandlung jedoch auf jeden Fall von Kräutern.

Es gibt einige klassische und neuere Rezepturen, die sehr effektiv sind und eine gute Wirkung bei allen Arten von Ekzemen, wie Neurodermitis, aber auch Psoriasis, Rosacea und Akne haben. Die Kräuter werden sehr spezifiziert eingesetzt, wobei die Erscheinung des Ekzems für die Auswahl der Kräuter ausschlaggebend ist.

Es wird differenziert nach Rötung der Haut, Schwellung, Schuppenbildung, Exsudat und dessen Farbe und befallener Körperteil. Außerdem spielt der Juckreiz bei der Auswahl der Kräuter eine Rolle, ebenso ob die Läsion scharf umrissene Grenzen hat oder nicht. Auf diese Weise ist es möglich, für jeden Patienten eine ganz individuelle Therapie, die ganz auf sein persönliches Erscheinungsbild abzielt, zu erstellen. Dies gilt ganz besonders für die Kräuter, aber natürlich auch für die Auswahl der indizierten Akupunktur-Punkte.

Da Allergien zu den Autoaggressionskrankheiten gehören und somit sowohl Psyche als auch Soma betreffen, ist es möglich hier mit der Akupunktur die somatische Therapie wirkungsvoll zu unterstützen. Über die reine Schmerzakupunktur hinaus hat ein(e) gut geschulte(r) Akupunkteur(in), viele Möglichkeiten, mit Hilfe der Akupunktur den persönlichen Heilungs- und Entwicklungsprozess zu begleiten.

Mittlerweile stehen auch schon eine ganze Reihe von Büchern mit Ernährungsempfehlungen im Sinne der TCM zu Verfügung. Sie sind gut verständlich und die darin enthaltenen Rezepte sind schmackhaft und leicht nachzukochen. Es ist jedoch absolut wichtig, mit dem TCM-Therapeuten vorher über die in jedem individuellen Fall richtige Ernährung zu sprechen, um nicht aus guter Absicht eventuell doch das Falsche zu essen.
Autorin: Birgit Ziegler
Arbeitsgemeinschaft für Klassische Akupunktur und Traditionelle Chinesische Medizin e.V.
 
WEB: http://www.agtcm.de
Bild: AOK-Mediendienst


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