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 Ayurvedaküche – ideal auch für Vegetarier

Seit über zwanzig Jahren bin ich nun Lakto-Vegetarier (d.h. Milch und Frischkäseprodukte esse ich gelegentlich).
In dieser Zeit habe ich verschiedenste Ernährungsformen ausprobiert und bin die letzten zehn Jahr bei den Prinzipien des Ayurveda gelandet. Denn immer wieder kann ich beobachten, dass die Fünf Elemente Küche Indiens für mich am idealsten und verträglichsten ist.
Zudem liefert die Ernährungsform des Ayurveda dem Körper alles was er täglich an primären und sekundären Inhaltsstoffen benötigt.
Als Vegetarier nur auf Fleisch, Fisch und bei strengeren Formen auf Ei und gänzlich tierische Nahrung zu verzichten, reicht nicht aus. Der Körper braucht eine ausreichende Proteinzufuhr und auch die nötige Unterstützung, die aufgenommene Nahrung gut zu verbrennen und aufzunehmen.
Hülsenfrüchte, die in der Ayurvedaküche häufig vorkommen sind hier eine wertvolle Möglichkeit dem Körper das zu geben, was er für seine Erhaltung benötigt.

Besonders der "Mung Dal" (gelbe Linsen) spielt eine wichtige Rolle und wird im Ayurveda als der König unter den Hülsenfrüchten bezeichnet. Diese Sorte Dal schmeckt süß und wirkt leicht kühlend. Seine Eigenschaften sind trocken und leicht, wodurch er leichter zu verdauen ist als andere Sorten. Er enthält Proteine und kann Fleisch und Fisch gut ersetzen. Er spendet Kraft und Stärke und wird auch von Menschen vertragen, die schnell zu Blähungen neigen.
Wenn Sie das Problem von Blähungen gut kennen, dann sind Linsen und Bohnen nicht allein die Ursache. Häufig geht das Problem mit einem schwächeren Agni (Körperfeuer) einher und die ungewohnte Zufuhr von Ballaststoffen für den Darm. Der gekonnte Einsatz von Gewürzen ist dann sehr zu empfehlen, denn Gewürze stärken das Körperfeuer. Ein weiterer Vorteil von Linsen ist das feine und zurückhaltende Eigenaroma. Sie sind ideale Geschmacksträger und lassen sich durch Gewürze und Kräuter sehr vielseitig zubereiten. So können Sie viele Male den gleichen Dal zubereiten und er schmeckt trotzdem immer anders.

Als Vegetarier einfach nur viel Milchprodukte, Käse und Joghurt zu essen ist selten das Beste. Käse und Joghurt enthalten nicht nur wesentlich weniger Eiweiß als Hülsenfrüchte, Milchprodukte können je nach Verdauungsfeuer des einzelnen die grob- und feinstofflichen Leitungsbahnen verstopfen.
Zu Beginn meiner Ernährungsumstellung mit Ayurveda begann ich, meinen Konsum an Käse und Joghurt einzuschränken und mehr Hülsenfrüchte zu essen - mit dem Resultat, dass sowohl Verdauung als auch das Erscheinungsbild der Haut sich verbesserten.
Die ersten Wochen einer Ernährungsumstellung sind die schwierigsten. Gewohnheiten lassen sich nun einmal nicht so schnell ändern. Doch die Mühe lohnt sich. Das sind nicht nur meine Erfahrungen, sondern auch meine Kunden erfreuen sich der positiven Resultate, die eine Ayurveda Ernährungs- und Gesundheitsberatung mit sich bringen. Eisenwerte, gerade bei Frauen, verbessern sich ohne das ein Präparat zugeführt werden muss, die Blutwerte verändern sich zum Positiven, das Wohlbefinden steigert sich, sie haben mehr Kraft und Energie zur Verfügung und das sind nur wenige Beispiele von vielen Vorteilen.
Im Ayurveda wird gesagt: "Alles ist erlaubt, nur wichtig ist das richtige individuelle Maß."
Doch was ist das richtige individuelle Maß? Die meisten, die das erste Mal auf Ayurveda stoßen, führen den inzwischen berühmt gewordenen Konstitutionstest durch und denken, nun brauche ich mich nur noch entsprechend den Empfehlungen des jeweiligen Typs zu ernähren und zu leben damit ich mich wohler fühle.


Der Konstitutionstest ist zwar ein erster Schritt in Richtung Ayurveda jedoch nur ein kleiner Baustein. Wenn der Konstitutionstyp über den Test herausgefunden ist, wie geht es dann weiter? Welche der unzähligen Empfehlungen eines Typs setze ich denn überhaupt um? Am Besten alle gleichzeitig und wenn es dann nicht auf Anhieb klappt, dann kann ich sagen der Ayurveda bringt nichts? Oder ich fühle mich durch den Alltagsstress sowieso schon belastet, dass all die Empfehlungen mich von vorn herein überfordern, so dass ich gar nicht erst damit anfange auch nur einen Hinweis in den Alltag zu integrieren und lasse es ganz bleiben. Das können sicherlich Methoden sein mit dem Thema Ernährung und Lebensgestaltung umzugehen. Doch ist das hilfreich? Also warum nicht einmal sich beraten und begleiten lassen? Für denjenigen, der in alten Gewohnheiten steckt, ist schwierig zu erkennen was setze ich von all den möglichen Empfehlungen um, wie gehe ich vor und welche Nahrungsmittel tun mir gut. Ein Außenstehender kann wesentlicher schneller als man selbst beurteilen welches der erste Schritt sein kann und anleiten wo es angebracht und sinnvoll ist.
Daher möchte ich Ihnen eine Beratung zum Thema Ernährung und Lebensstil ans Herz legen. Mir hat die Ayurveda-Küche geholfen, mehr für mich zu tun und meine Lebensenergie zu steigern.
Aktuelle Seminartermine sowie weitere Hinweise was eine Ayurveda Ernährungs- und Gesundheitsberatung bringen kann, finden Sie auf meinen Internetseiten.
Als Starthilfe in die Ayurveda-Ernährung, hier ein Rezept zum Nachkochen aus meinem Buch „Ayurvedaküche – leicht und schnell “.



Mungdal (für 4 Personen)
Zutaten:
• 1 Becher gelben Mungdal
• 3-4 Becher Wasser
• 2 Lorbeerblätter
• ½ TL Kurkuma
• 2 TL Ghee
• 1 TL Senfsaat
• 1 TL Fenchelsamen
• 3 ganze Nelken
• 2 cm einer frischen Ingwerwurzel, gerieben
• 1 TL frisch zermörserten Koriandersamen
• ½ -1 TL Kala Nimak (schwarzes Steinsalz) oder Steinsalz
Zubereitung:
1. Mungdal waschen, in einen Topf geben, Wasser hinzufügen und mit Lorbeerblättern und Kurkuma zum Kochen bringen.
2. Wenn das Wasser kocht, die Platte herunter schalten und weiter köcheln lassen bis der Dal weich ist. Dauert ca. 25 – 30 Minuten.
3. In der Zwischenzeit Ghee auf niedriger Stufe erwärmen, Senfsaat und Fenchelsamen im Ghee bei geschlossenem Topf poppen lassen.
4. Nelken, frisch geriebenen Ingwer und Koriandersamen hineingeben und Ingwer leicht anbräunen.
5. Mungdal mit dem Gewürzsud mischen, salzen und 5-10 Minuten durchziehen lassen.



Autorin: ©Martina Kobs-Metzger*
Jg. 1964 ist seit 1997 Ayurveda Ernährungs- und Gesundheitsberaterin und Köchin; verfügt über einen reichen Erfahrungsschatz in der Leitung von Kochkursen, Seminaren und individueller Beratung. In ihrem Ayurveda Koch- und Ernährungstraining erhalten sowohl Profi- als auch Hobbyköche viele wertvolle Tipps zum Thema Ayurveda und Ernährung.
Sie ist Mitglied im Vegetarierbund und Verein der Hildegard von Bingen.
Fröhlich sein und Kreativität stehen im Vordergrund ihrer Kurse und Seminare.
» Internetseite der Autorin: www.ayurveda-kochen.de
 
Das Buch: "Fünf Elemente-Küche Indiens". Überlieferte Weisheit des Ayurveda – gesund und vital für mehr Lebensqualität, Bohmeier Verlag. Preis: 12,80 Euro
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