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 Elysium Achtsamkeits-Massagen mit besonderer Qualität

Das Thema Achtsamkeit erlebt gerade eine Art Boom, ähnlich wie Wellness vor ca. 20 Jahren. Die Qualität dieses Prinzips wird dadurch an manchen Stellen bis nahe der Unkenntlichkeit verwässert. Aber es ist insgesamt wertvoll genug, es trotzdem mit Aufmerksamkeit zu betrachten.

Aber was bedeutet Achtsamkeit denn nun eigentlich?

Viele Menschen denken, besonders in der Massage ist alles, was vorsichtig gemacht wird, bereits achtsam. Doch weit gefehlt.
Achtsamkeit bedeutet, ganz im Augenblick zu sein, ihn wahrzunehmen mit all seinen Elementen und Facetten, und sich dabei frei zu machen von jeder Wertung. Und was sich so ziemlich einfach anhört, ist tatsächlich eine Qualität, die nicht leicht zu erreichen ist. Das fängt bereits bei der Wahrnehmung der verschiedenen Facetten des Moments an. Wir sind in der Regel so identifiziert mit dem, was wir tun und fühlen, dass Wahrnehmen als Qualität ein nahezu fremdes Konzept ist. Doch gibt es einen eklatanten Unterschied, ob jemand z.B. zur Massage kommt und sagt "Oh, fast wäre ich zu spät gekommen, da draußen war ein Unfall, da bin ich nicht durchgekommen - ich bin so froh, dass ich es noch rechtzeitig geschafft habe...", oder ob dieser Mensch sagt "Ich bin noch ganz aufgeregt, weil es so aussah, als ob ich es nicht pünktlich schaffen würde und es mir so viel ausmacht, wenn ich nicht pünktlich sein kann. Aber ich merke auch eine Erleichterung, weil ich es noch geschafft habe. Und meine Gedanken sind noch bei dem Unfall, den ich da eben gesehen habe - ich brauche noch einen Moment, um umzuschalten für die Massage".

hakomi massage

Noch deutlicher wird die Schwierigkeit, wenn es um den Aspekt "ohne Wertung" geht. Wie selbstverständlich hören oder sagen wir Sätze mit "zu" und empfinden das nicht einmal als Wertung: "Ich bin immer zu fordernd", "Da warst du zu schnell" etc.
Wenn Sie versuchen, diese Aussage ohne Wertung zu machen, werden Sie vielleicht merken, dass das gar nicht so einfach ist: "Ich merke, dass es für viele Menschen nicht leicht ist, wenn ich meine Wünsche und Forderungen klar äußere" oder "Für mich wäre es angenehmer gewesen, wenn du langsamer gewesen wärst" - Eine Übung der Achtsamkeit könnte sein, jetzt, da Sie diesen Artikel lesen, zu bemerken, was in Ihnen vorgeht. Sind Gefühle angesprochen, und wenn ja, welche? Hat sich Ihre Körperspannung verändert, und wenn ja, wie? Sind vielleicht Erinnerungen aktiviert worden?

Was hat das alles aber nun mit Massage zu tun? Diese beiden Hauptaspekte der Achtsamkeit beeinflussen die Qualität der Massage mehr als man vielleicht glaubt. Viele Massagen werden mit einem bestimmten Ziel ausgeführt - die Muskeln sollen sich entspannen, der Energiefluss soll harmonisiert werden, die Selbstheilungskräfte sollen angeregt werden - oder zumindest soll der Klient/Patient sich wohlfühlen.
Das alles unterstützt unser System des Machens und Erreichens, das in unserem Leben im Allgemeinen sowieso stark ausgeprägt ist. Es unterstützt ebenso unser System von "richtig" und "falsch" - mein Energiefluss ist harmonisch (richtig) oder nicht, ich habe mich "richtig" wohlgefühlt oder nicht.

Wird eine Massage dagegen in Achtsamkeit ausgeführt, gibt es eine Möglichkeit, dass sich auch das Innere des Klienten eingeladen fühlt, achtsamer zu werden: „Ich merke, wie schwer es mir fällt, mich zu entspannen, und ich bin ein wenig traurig, dass ich die schöne Massage gar nicht so intensiv genießen kann, wie ich es eigentlich gern möchte.“

Auch auf körperlicher Ebene verändert sich etwas, wenn eine Massage achtsam ausgeführt wird. H. Weiss und M. Harrer haben es in ihrem Artikel in der Ausgabe 01/2010 des Psychotherapeutenjournals ausgedrückt "Verändern durch Nicht-Verändern-Wollen". Statt dass auf Körperebene eine Art "Auftrag" gegeben wird - Muskel, entspann dich, Energiefluss, harmonisiere dich - wird eher eine Art Frage gestellt: Muskel, was ist bei dir los?
Das ist der Teil der Wahrnehmung aller Aspekte des Moments. Es geht nicht darum, etwas zu wissen oder zu machen, sondern erst einmal darum, zuzuhören. Eine Berührung, eine Massagegriff, der in dieser Haltung ausgeführt wird, fühlt sich deutlich anders an! Nicht nur, dass er langsamer ausgeführt wird, er fühlt sich "zugewandter" an.


Auch der nächste Schritt ist gravierend anders, wenn eine Massage in Achtsamkeit ausgeführt wird. Alles, was getan wird, damit sich ein Muskel entspannen könnte, der Energiefluss harmonisieren könnte etc., wird in der Haltung des Angebots und der Offenheit durchgeführt: Probier mal aus, wie sich das für dich anfühlt oder wie es verändert werden sollte, damit es sich für dich wirklich gut anfühlt.
Es geht also nicht darum, dass mit diesem Griff der Muskel entspannt wird. Auch wenn die Erfahrung lehrt, dass die Entspannung wahrscheinlich oft eintritt, heißt Achtsamkeit, ganz und gar im Moment zu bleiben und sich dem "hinzugeben", was als Information zurückkommt.
So kann ein Griff selbst in feinsten Nuancen variiert werden, um dem so nahe wie möglich zu kommen, was das Innere dieses Menschen sich jetzt im Moment an Unterstützung wünscht. Und das ist nicht immer das, was der Verstand sich wünscht.
Manchmal ist Entspannung zwar das, was wir ersehnen, aber es ist nicht wirklich sicher, dass wir bestimmte Situationen des Alltags wirklich gut meistern könnten, wenn die gewünschte Entspannung eintritt. So macht es Sinn, dieser Weisheit des Inneren zu vertrauen und die Veränderung so entstehen zu lassen, dass das Gesamtsystem mit dieser Veränderung einverstanden ist.

Einige Massageschulen legen inzwischen viel Wert auf diese Achtsamkeit in der Arbeit bzw. in der Ausbildung.
Besonders können hier die Elysium Massage und die TouchLife Massage genannt werden. Speziell die Elysium Massage zeichnet sich dadurch aus, dass es nicht nur keine festgelegten Griffabfolgen gibt, sondern nicht einmal festgelegte "Grundregeln" wie z.B. immer von unten nach oben zu arbeiten oder z.B. nicht im Bereich der Achseln zu arbeiten etc. Hier ist immer die Grundhaltung des Practitioners, den Informationen des Klienten zu folgen. Und das sind nicht nur die verbalen, sondern ganz besonders auch die nonverbalen. Fühlt sich diese Berührung gut an oder ändert sich die Hautspannung, die Atmung, der Kontakt auf eine Art, die zeigt, dass etwas für das System weniger passend ist. Da diese Anzeichen bereits erkennbar sind, bevor sie beim Klienten vom Großhirn verarbeitet und in Worte übersetzt werden, können Änderungen z.T. bereits vorgenommen werden, noch ehe der Klient bewusst "verstand-en" hat, dass etwas nicht passend war. So kann ein besonderes Wohlgefühl entstehen, weil es sich anfühlt, als wüsste der Practitioner immer ganz genau, was richtig ist und was nicht. Das ähnelt dem Gefühl, das gut versorgte Babys haben, und so kann der Verstand dann für eine Weile ruhiger werden, weil erlebbar ist, dass nichts gemacht oder gewusst werden muss - alles passiert praktisch "wie von selbst".
Die dadurch induzierte Entspannung geht sehr tief, und das damit verbundene Wohlgefühl ist weit mehr als das, was in "normalen" Massagen erreicht wird. Achtsamkeit gibt Massagen eine außergewöhnliche Qualität!

 

Autorin: Barbara Gieseler*
ist seit 1998 Inhaberin der Praxis "A New Beginning" in Hannover.
Sie widmet sich ganz der Hakomi- und Massage-Arbeit und ist zertifizierte Psychotherapeutin, Hakomi Therapeutin, Elysium Practitioner sowie geprüfte TouchLife Behandlerin.
Sie bietet Einzelsitzungen als auch Workshops und fortlaufende Gruppen an.
WEB: www.anewbeginning.de

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